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Früher war mehr Internet …

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In letzter Zeit kommt in mir immer mal wieder der Wunsch auf, mich endlich mal wieder einen Tag lang im Internet zu verlieren. Mit Freunden oder Kollegen spreche ich darüber, wie gerne ich mich tagelang durch ein ganzes Blog gelesen habe. Wie wir an einem Sonntag die komplette Twitter Timeline nach unten gescrollt und jeden Artikel verschlungen haben, der geteilt wurde. Wie viel Zeit uns Tumblr geraubt und uns vom Studieren abgehalten hat … als wir uns noch am Ende jeder Party nächtelange YouTube-Video-Schlachten geliefert haben. Wenn wir nur schnell was auf Wikipedia nachschlagen wollten und uns nach mehreren Stunden wieder einfiel, was wir eigentlich vor hatten. Wann haben wir damit eigentlich aufgehört?

Obwohl mein Job in einer Social Media Agentur einzig und allein daraus besteht, online zu sein und zu arbeiten, fehlt mir das sehr. Denn Facebook ist letztendlich doch nicht das Internet. Ich bin regelmäßig unzufrieden über die Inhalte, die mir dort angeboten werden. Aber ich habe es auch verlernt, mir die Inhalte und Informationen zu holen, die ich gerne sehen oder lesen würde. Facebook hat mich faul gemacht – und Twitter auch ein wenig.

Es ist schon lange nicht mehr so, dass es das eine Blog gibt, von dem ich keinen einzigen Artikel verpassen möchte. Ich schaue nicht mal mehr täglich bei Instagram rein. Oft bin ich ganz froh, wenn ich den Laptop abends nicht noch mal anschmeißen muss. Vor zwei Wochen habe ich das letzte Mal etwas auf Facebook geteilt.

Aber wer hat sich verändert? Ich oder das Internet?

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