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Reden war noch nie meine Stärke

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Das Reden war noch nie meine Stärke. Ich rede sehr ungern — vor allem dann, wenn ich nichts zu sagen habe. In neuen Situationen höre ich lieber zu und beobachte, als dass ich mich sofort einmische. Ich war sehr lange sehr schüchtern und hatte ständig Angst, etwas Falsches zu sagen oder dass andere mich für dumm halten. Mit neuen Menschen komme ich schwer in Kontakt. Die extravertierte Gesellschaft war nie leicht für mich. Doch ich habe mich mittlerweile ganz gut zurechtgefunden.

Ok, ich habe immer noch Angst, dass andere mich für dumm halten, und halte deshalb oft genug mit meiner Meinung zurück. Aber das ist nicht der Punkt. Ich denke viel, bevor ich den Mund aufmache und bevor ich spontan etwas entscheiden soll oder eine Einschätzung abgeben muss, hätte ich leibend gerne 1-2 Tage Bedenkzeit.

Warum ich das alles erzähle? Weil sich das ändert oder besser gesagt, ändern muss. In irgendeine Art und Weise. Mit jedem Tag merke ich mehr und mehr, dass das Reden, Erzählen und Erklären wichtiger wird. Für mich, meine Entwicklung, meinen Job. Ich muss aus der Schwäche eine Stärke machen — zumindest so weit es geht.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich mehr schreiben und aufschreiben will. In letzter Zeit ist es mir viel zu oft passiert, dass mir Wörter, Namen, Bezeichnungen abhandengekommen sind. Gerade lagen sie mir noch auf der Zunge und im nächsten Moment wollen sie mir nicht über die Lippen kommen.

Ich habe die kleine, leise Hoffnung, dass es besser wird, wenn ich Dinge aufschreibe und sie so aus meinem Kopf holen kann, um sie abzuspeichern.

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