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Shit Happens: Weniger rumheulen, mehr machen

Ich lese zur Zeit „The Confidence Code“ von Claire Shipman und Katty Kay und während die beiden Frauen der Suche nach der Wahrheit hinter selbstbewusstem Handeln und Auftreten sind, erzählen sie viele Geschichten von erfolgreichen Frauen und ihren Unsicherheiten. Ja, auch erfolgreiche Frauen haben Unsicherheiten. Ständig. Als wären sie in unsere DNA geschrieben.

Eine Geschichte kenne ich selbst zu genüge. Nämlich die, in der einfach etwas Blödes passiert und man als Frau einfach alles auf sich selbst bezieht. Weil wer sollte denn den Fehler sonst gemacht haben, wenn nicht ich selbst?

Ich möchte euch eine Geschichte von mir selbst erzählen: Ich möchte mich super gerne mit anderen Frauen vernetzen und bin dafür Mitglied bei der Female Future Force. Um mich selbst zu engagieren, war es mein Plan, regelmäßige Meetups zu organisieren. Das Einzige, was man dafür können muss: Eine Facebook-Veranstaltung erstellen. Ein Lokal auswählen und einen Tisch reservieren. Der Rest passiert von ganz allein. Nach dem ersten überschwänglichen Treffen, wollten wir uns alle ganz schnell wieder treffen und über unsere neuen Erkenntnisse sprechen. Ich erstelle also ein neues Event und fand es eine geile Idee, sich im Park zu treffen. Ohne feste Reservierung und jeder könnte dazukommen, wann er kann. Aber diese Rechnung habe ich ohne Berlin gemacht. So kam es, dass ich selbst etwas verspätet im Park meiner Wahl ankam — und nichts. Niemand war da.

Toll, dachte ich mir. Ich hatte zwei Optionen. Erstens: Alles scheiße finden. Mich ärgern und es als meinen persönlichen Fehler in mein Gedächtnis einbrennen und mir selbst Tage später vor Augen zu halten, wie naiv meine Idee war.

Oder zweitens: Mir denken, schade! Dann eben beim nächsten Mal!

Ich muss zugeben, es war nicht leicht, die erste Option hinter mir zu lassen. Sie ist zu verlockend. Aber Fuck it, ich hab genug davon, wegen jedem Scheiß rumzuheulen. Die Einzige ernst gemeinte Frage, die ich mir stellte, war: Was kann ich daraus lernen? Meine Erkenntnis: Ein Restaurant auswählen, reservieren und auf feste Zusagen pochen. Kein Larifari. Einfach machen und verbindlich sein.

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Reden war noch nie meine Stärke

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Das Reden war noch nie meine Stärke. Ich rede sehr ungern — vor allem dann, wenn ich nichts zu sagen habe. In neuen Situationen höre ich lieber zu und beobachte, als dass ich mich sofort einmische. Ich war sehr lange sehr schüchtern und hatte ständig Angst, etwas Falsches zu sagen oder dass andere mich für dumm halten. Mit neuen Menschen komme ich schwer in Kontakt. Die extravertierte Gesellschaft war nie leicht für mich. Doch ich habe mich mittlerweile ganz gut zurechtgefunden.

Ok, ich habe immer noch Angst, dass andere mich für dumm halten, und halte deshalb oft genug mit meiner Meinung zurück. Aber das ist nicht der Punkt. Ich denke viel, bevor ich den Mund aufmache und bevor ich spontan etwas entscheiden soll oder eine Einschätzung abgeben muss, hätte ich leibend gerne 1-2 Tage Bedenkzeit.

Warum ich das alles erzähle? Weil sich das ändert oder besser gesagt, ändern muss. In irgendeine Art und Weise. Mit jedem Tag merke ich mehr und mehr, dass das Reden, Erzählen und Erklären wichtiger wird. Für mich, meine Entwicklung, meinen Job. Ich muss aus der Schwäche eine Stärke machen — zumindest so weit es geht.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich mehr schreiben und aufschreiben will. In letzter Zeit ist es mir viel zu oft passiert, dass mir Wörter, Namen, Bezeichnungen abhandengekommen sind. Gerade lagen sie mir noch auf der Zunge und im nächsten Moment wollen sie mir nicht über die Lippen kommen.

Ich habe die kleine, leise Hoffnung, dass es besser wird, wenn ich Dinge aufschreibe und sie so aus meinem Kopf holen kann, um sie abzuspeichern.

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Umdenken, um erfolgreich zu sein

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Erinnert ihr euch daran, dass ich gesagt habe, ich wolle mich nicht mehr aufregen?

Auf dem Onlinemagazin Quartz habe ich dazu zufällig einen Artikel gefunden, der genau darüber spricht. Er fasst zusammen, welche beiden Momente des Umdenkens quasi alle erfolgreichen Menschen durchmachen. Das erste Umdenken passiert, indem man nicht immer die Schuld bei anderen sucht, sondern immer versucht sein Bestes zu geben.

Diesen Gedanken versuche ich, bestmöglich zu verfolgen: Ich kann vielleicht nicht die anderen ändern, aber ich kann meine Einstellung ändern und wie ich mit den Situationen umgehe. Ich bin für meinen Erfolg und Misserfolg selbst verantwortlich und ich habe die Chance, das Beste daraus zu machen. Wenn ich das nicht tue, kann ich niemand anderem die Schuld geben, außer mir selbst.

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Ich will mich nicht mehr ärgern

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Ich habe es bereits in meinem letzten Blogbeitrag anklingen lassen: Ich will mich nicht mehr ärgern. Nicht über andere. Am liebsten auch nicht mehr ständig über mich selbst. Aber das werde ich auf die schnelle nicht abstellen können.

In den letzten Jahren habe ich mich sehr oft geärgert. Wenn etwas zum Beispiel nicht geklappt hat, wenn ich etwas nicht so hingekriegt habe, wie ich es wollte — am häufigsten habe ich mich aber über andere geärgert. Und das nervt. Es nervt und hält mich auf, über Tage hält es mich zurück und schränkt mich in meiner Arbeit ein. Ich könnte diese Kapazitäten meines Hirns viel besser einsetzen, wenn ich mich nicht an einer Kleinigkeit, einer Bagatelle so festbeißen würde.

So kam es eines Freitagabends, dass ich damit Schluss machte. Ich hatte mich schon die ganze Woche über eine Situation auf Arbeit geärgert und wollte nicht wahrhaben, dass mir das schon wieder passiert ist. So etwas Bescheuertes. Und letztendlich habe ich mich noch darüber geärgert, dass ich mich ärgerte.

Diese Gedanken wollte ich aber nicht mit in das Wochenende nehmen. Ich wollte sie loswerden. Eine Lösung finden. Also ging ich raus und wollte so lange spazieren gehen, bis ich mein Problem gelöst habe. Also lief ich und dachte nach. Ich dachte darüber nach, was ich sagen könnte. Was ich sagen könnte, damit man mich versteht, mich und meinen Ärger. Welche Argumente ich liefern könnte, dass das eine doofe Situation war. Vor allem für mich. Wie um alles in der Welt könnte ich die anderen überzeugen, dass sie etwas falsch gemacht haben?

Und da war es … Die anderen. Die anderen sind natürlich schuld. Fakt ist aber — und das ist mir mit den Wochen immer klarer geworden — die anderen kann ich nicht ändern. Sie werden sich nicht einfach so ändern, selbst wenn ich nach meiner Sicht noch so gute Argumente habe. Denn bei diesen Argumenten ging es immer nur um mich. Und das sind einfach die falschen Argumente, um etwas zu verändern.

Ich kam zu dem Schluss: Ich will mich nicht mehr wegen jedem Scheiß ärgern. Ich will vorankommen. Ich will mich voranbringen, meine Projekte, meine Ziele. That’s it.

Und mit dieser Entscheidung ging ich wieder nach Hause.

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Schreiben um zu denken

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Früher hat mir das Schreiben meines Blogs immer geholfen, über Dinge nachzudenken. Ich konnte mir alles von der Seele schreiben. Alle Dinge, die mir durch den Kopf gingen, mich aufhielten, über die ich mir Gedanken machen musste oder auch mich einfach nicht losgelassen haben, landeten früher oder später in meinem Blog. Vieles veröffentlichte ich, manches blieb immer in den Entwürfen verborgen.

Mit der Zeit machten es äußere Umstände wie meine Arbeit immer schwieriger über die Dinge zu schreiben, die mich beschäftigten. Erstens weil Kollegen meinen Blog kannten und lasen. Zweitens weil ich nicht vorhatte über Projekte und alles, was zum Arbeitsleben dazugehört, öffentlich niederzuschreiben.

Momentan merke ich aber immer mehr, dass mir das Bloggen fehlt. Dass ich mir einfach so die Gedanken frei schreiben konnte und mich Gedanken oder Fragen nicht mehr verfolgten. Mir ist klar, dass es weder mir noch sonst wem hilft, wenn ich über meine Probleme auf der Arbeit schreibe oder was mich daran gerade besonders ärgert. Das bringt niemanden voran und wäre nicht fair.

Ich habe mich in den letzten Jahren genug aufgeregt. Damit möchte ich aufhören. Ich möchte aber meine Gedanken und Prozesse aber wieder aufschreiben. Damit es mir wieder hilft, weiterzukommen. Ich möchte gerne weiterkommen und das ist der erste Schritt.

Es soll in meinen Artikeln also nicht um andere Personen oder die Arbeit gehen. Sondern um mich und meinen Entscheidungsprozess, meine Gedanken und meinen Weg.