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Vom treiben und überraschen lassen

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Morgen ist mein letzter Tag in Reykjavik und ich dachte mir so – warum nicht schon mal die letzten Tage rekapitulieren? 

Denn seit Mittwoch ist die Stadt im Ausnahmezustand – das Iceland Airwaves beherrscht das Bild und vor allem den Klang von Reykjavik. Egal, durch welche Straßen man am Nachmittag läuft, aus irgendeiner Ecke lockt Musik spontane Schlenderer in ein kleines Café, eine Bar, einen Club oder Shop. Nicht nur dass das Festival außerordentlich lang geht, mittlerweile ist das off-venue Programm dreimal umfangreicher als die offiziellen Shows.


Immer wenn ich gefragt werde, was für Musik auf dem Iceland Airwaves zu finden ist, bin ich ein bisschen ratlos. Denn die eine Musikrichtung, die das Airwaves ausmacht, gibt es nicht. Es ist kein Indiefestival und auch kein Technofestival. Hier gibt es alles – ja wirklich alles, was Musik zu bieten hat. Auf einem Festival, an einem Ort.

Ich denke, ich habe mittlerweile die ganze Palette mitgenommen und hatte zum Glück nie das Gefühl etwas zu verpassen. Meine Favoriten bisher waren Dikta (Klassiker), Sin Fang (ewige Sehnsucht), RuGl (süßer als jeder Automatenkaugimmi) und Mugison (Rock’n’Roll!). 

Und es sind letztendlich nicht nur die Bands, die dieses Festival besonders machen. Selbst die Venues sind der Wahnsinn. Denn wie oft kommt man dazu ein Konzert im Kustmuseum zu sehen oder in kleinen, alten Kapellen? Konzerthallen, Theater – you name it. Alles, was eine Bühne hat oder beherbergen kann, ist hier Teil des Festivals. 

Und der Zauber ist noch nicht zu Ende! 

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Vom Faulenzen am schönsten Ort der Welt

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Da befinde ich mich in der tollsten Stadt der Welt in dem schönsten Land der Welt und habe genau null Bock rauszugehen, weil mir meine Füße noch vom Vortag weh tun. Weil in diesen Hostel an guten Schlaf nicht zu denken ist und weil ich irgendwie vom Arbeitsstress in den Urlaubsstress geflüchtet bin. 

Ich möchte einfach nur kurz anhalten. “Pause” drücken.

Ich möchte am liebsten im Bett frühstücken, nicht duschen gehen und den ganzen Tag nur faulenzen und lesen. Das Wetter ist auch nur so mittelgut und kaum in der Lage, mich nach draußen zu zwingen. 

Dabei wollte ich doch heute durch das Hafenviertel spazieren und viele Fotos machen. Mich einfach mal wieder zum Blick durch die Linse zu “zwingen”, weil ich das in den letzten Monaten so selten getan habe.

Und jetzt sitze ich hier, unentschlossen. Wobei das Hostelbett auch nicht die geilste Alternative ist. Aber wenigstens ist es unter der Decke schön kuschelig warm.