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Immergut Festival 2014 – ein Rückblick

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FM Belfast @ Immergut Fesitval

Genauso spontan wie unvorbereitet kam ich letzten Freitag auf dem Imme Festivargutl an. Eigentlich wusste ich nicht mal wirklich, wer alles auftritt. Wye Oak und FM Belfast hatten mich ohne Weiteres überzeugt, meine freie Zeit für einen Ausflug nach Neustrelitz zu nutzen.

Das Besondere am Immergut Festival ist wohl, dass es unmöglich ist, einen Act zu verpassen. Über drei Bühnen verteilt sich das Programm – doch nicht gleichzeitig, sondern aufeinanderfolgend – sodass die rund 5.000 Besucher gemeinsam im Pulk zwischen den Bühnen wechselten. Diskussionen, wer welche Band als Nächstes sehen will und welche auf gar keinen Fall geht, sind hier fehl am Platze. Das sich treiben lassen wird hier auf die Spitze getrieben. Mit dem Sound der Hauptbühne im Ohr lässt es sich ziellos über das Festivalgelände schlendern, einen Blick in das Labelzelt werfen und zwischen den Fast-Food-Buden ein Eis schlemmern.

So war die wichtigste Info, die ich wissen musste, dass nur am Freitag und Samstag Programm ist und es sich vom Chillen im Gras zu den Lesungen von Tiere Streicheln Menschen und Sven Regener zum Ausrasten zu Bonaparte behutsam steigerte.

Wye Oak @ Immergut Festival

Meine Highlights waren FM Belfast, die eine abgespeckte Version ihres Airwaves-Auftritts hinlegten. Mit weniger Girlanden, aber nicht ohne großartiger Überraschungen, wie sehr guter Deutschkenntnisse und diversen Rapeinlagen. Genauso wie Future Islands, die die Zeltbühne in den reinsten Hexenkessel verwandelten. Zu keiner Sekunde war es mir möglich, einen Blick auf die Bühne zu werfen, ohne gleichzeitig mindestens einen Crowdsurfer zu sehen. Die Show hätte nur ein paar Minuten länger gehen müssen und es wäre nass von der Decke getropft.

Nicht zu vergessen sind Wye Oak, die mir mit ihrem „Civilian“ jedes Mal den Verstand rauben und zu zweit herzerwärmend performten. Und zu guter Letzt legten auch Hundreds eine atemberaubende Show hin, die ich so wahrlich nicht erwartet hätte.

Eine schöne kleine Auszeit war das Festival. Doch auf das nächste Festival werde ich mich besser vorbereiten – mit Sonnencreme mit LSF 50, einer Power Bank und vielleicht mit einer ordentlichen Compact Camera.

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Hin und weg – auf zum Immergut Festival

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Manchmal finde ich es selbst ein bisschen erschreckend, wie ich mich kurzerhand entschließen kann, einfach morgen auf ein Festival zu fahren. Das passt doch gar nicht in meinen Plan. Ich wollte doch lernen und muss mal wieder mein Zuhause tauschen und das Ding mit der Jobsuche erledigt sich doch nicht von allein und meine Blogs liegen schon wieder brach, weil ich jetzt keine Zeit mehr habe, etwas vorzubereiten… und… und… und!

Doch manchmal brauche ich wohl einfach so ein paar Ausreißer. Schnell ist alles stehen und liegen gelassen, ein Zelt organisiert, eine Karte erspielt und damit sitze ich in diesesm Moment wahrscheinlich im Zug nach Neustrelitz. Denn noch nie zuvor hat die Zeit so gut gepasst, auf dieses feine Indiefestival zu fahren, wie jetzt.

Worauf ich mich am meisten freue? Auf den Zufall. Auf Wye Oak und FM Belfast. Auf kalte Nächte und noch kälteres Seewasser. Auf das Entschwinden in die Musik, das Erleben dieses einen Moments im Hier und Jetzt, denn an diesem Wochenende zählt nichts anderes. Keine Vorstellungsgespräche. Keine Prüfungen. Keine Arbeit. Die Zeit steht still für ein Wochenende, an dem wir uns eine Auszeit gönnen von all dem Stress und selbstauferlegten Leitungsdruck. Ich muss keine 5 km laufen gehen, ich muss keine Mails checken und keine Artikel schreiben. Ich muss mich einfach nur gut fühlen, wachsam sein und das Herz öffnen für die Musik, für die Menschen und für das Unerwartete.

Für euch hinterlasse ich noch mein neues Soundcloudset den Lieblinsmix IV mit MS MR, Slow Magic, Clu, Dent May u.v.m., der absolut in keinem Zusammenhang zum Festival steht.

Tschüß, Berlin!