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Tue Gutes und rede darüber: Warum ich Wikipedia-Editor wurde

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Auch wenn ich hier ein Zitat bemühe, das mit PR und Öffentlichkeitsarbeit assoziiert wird, finde ich diesen Spruch dennoch passend.

Denn: Ich habe vor ein paar Wochen damit begonnen, in der Wikipedia Artikel anzulegen. Nicht irgendwelche, sondern speziell Artikel über Frauen. Damit möchte ich meine 5 Cent zu einer besseren Repräsentation von Frauen in der beliebten Enzyklopädie beitragen.

In der deutschen Wikipedia sind etwa 14-16% der Personenartikel Biografien von Frauen. Damit liegen wir im Ländervergleich eher im hinteren Mittelfeld, wenn man das noch Mittelfeld nennen kann.

Dabei gibt es super viele Frauen, über die es sich zu erzählen lohnt. Es muss nicht immer die Bundeskanzlerin sein. In Vorständen und Aufsichtsräten sitzen genug Frauen, die einen eigenen Artikel verdient haben — und genau da setze ich an.

Oftmals finde ich Listen von aktuellen und vergangenen Vorstandsmitgliedern und Funktionären großer Konzerne, in denen viele Männer einen eigenen Artikel hinterlegt haben, aber die drei genannten Frauen keinen Einzigen. Mittlerweile nervt mich das und die Damen kommen auf meine Liste mit anzulegenden Biografien.

Ich habe Verständnis dafür, dass es mir nicht jeder gleich tun kann. Diese Artikel anzulegen kostet Zeit. Einen einfachen Personenartikel mit Informationen zur Ausbildung, aktueller Funktion und einem kurzen Abriss über den beruflichen Werdegang zu recherchieren und anzulegen, kostet mich 3 bis 4 Stunden.

Aus diesem Grund würde ich mir wünschen, dass die Mitarbeit an der Wikipedia niederschwelliger wird. Es gibt erste Ansätze, die Recherchen von künstlichen Intelligenzen erledigen zu lassen.

Ich kann mir aber eine noch viel kleinteilige Mitarbeit vorstellen: zum Beispiel einen Chat-Bot, der einzelne Fakten zu Personen abfragt und die Quelle dazu einholt. So hätte jeder die Möglichkeit, in nur wenigen Minuten zur Wikipedia beizutragen. Die Ergebnisse könnten in einer Datenbank oder Ähnlichem gesammelt werden, auf die jeder zugreifen kann, der etwas mehr Zeit hat, um den Artikel zusammenzufügen und zu schreiben.

Eine zweite Idee wäre eine Browserintegration, die Webseiten auf bestimmte Stichworte wie z.B. Namen durchsucht und mit einer Liste relevanter Personen abgleicht, die noch keinen Wikipedia-Artikel haben. Mit der Frage: „In diesem Artikel wurde Person XY erwähnt. Möchtest du Informationen zur Wikipedia hinzufügen?“ könnten Teile des Artikels aufgenommen und direkt mit der Quelle hinterlegt werden.

Leider bin ich nicht in der Lage so was zu programmieren. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der die Idee aufgreifen will. ¯\_(ツ)_/¯

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10 Fragen für einen reflektierten Start ins neue Jahr — Nummer 2

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Es ist wieder die Zeit der Rück- und Ausblicke. Dieses Jahr war lang und anstrengend. Es war stressig, herausfordernd und voller neuer Aufgaben. Deshalb habe ich mal die „10 Fragen für einen reflektierten Start ins neue Jahr“ vorgeholt, die ich bereits vor 2 Jahren einmal beantwortet habe.

Es ist in der Zwischenzeit viel passiert. Ich arbeite jetzt seit etwas über 2 Jahren in meinem Job und es ist nicht langweilig geworden. Ich bin jeden Tag aufs Neue überrascht, wie viel ich schaffen und erreichen kann, und was man aus anderen Menschen herausholen kann. Ich bin bereit für das, was kommt.

1. Was ist dir in diesem Jahr gelungen?

Dieses Jahr habe ich einen großen Schritt in Sachen Mitarbeiterführung gemacht. Wenn man keinerlei Ausbildung in dieser Richtung hatte, ist das Learning by Doing mitunter sehr schmerzhaft. In der Vergangenheit wollte ich oft mit dem Kopf durch die Wand. Aber in diesem Jahr war ich oft selbst überrascht darüber, wie ich manche Situationen gelöst habe.

2. Was hat dich am glücklichsten gemacht?

Musik. Zum Ende des Jahres ist es doch wieder Musik geworden. Die erste Hälfte war ich wirklich wenig auf Konzerten — geschweige denn auf Festivals — aber zum Glück habe ich die Kurve noch gekriegt.

3. Woran bin ich gescheitert?

Grenzen zu setzen und Aufgaben abzugeben. Ich denke, damit lässt es sich ganz gut zusammenfassen.

4. Was bereust du?

Dass ich mich in manchen Situationen zu sehr aufrege und aufgeregt habe. Das regt mich auf. Ein Teufelskreis.

5. Was habe ich gelernt?

Dass es immer weiter geht und ich alles schaffen kann. Wirklich alles.

6. Was werde ich im nächsten Jahr besser machen?

Pausen machen. Ich werde im nächsten Jahr mehr Pausen machen und einen Ausgleich finden zwischen alldem, was ich machen will und vor habe.

7. Wie steht es um meine Ziele?

Meine Ziele sind gerade sehr offen. Momentan habe ich kein klares Ziel vor Augen, wo ich unbedingt hin will oder was ich unbedingt machen will. Ich will immer dazulernen und Neues entdecken. Seit diesem Jahr bin ich Teil der Female Future Force und seit September läuft die Academy, die mir sehr gut hilft, meine Aufgaben und Ziele klarer zu erkennen und zu formen. Dennoch sind es eher kurzfristige Ziele als längerfristige.

8. Was sollte ich öfter tun?

Laufen gehen.

9. Womit sollte ich aufhören?

Ich sollte damit aufhören, mich für alles verantwortlich zu fühlen. Das meine ich alles andere als negativ und ich möchte nicht von jetzt auf gleich aufhören, Verantwortung zu übernehmen. Keinesfalls. Aber ich muss nicht alles machen und muss nicht alles alleine schaffen.

10. Was sind meine Ziele für das neue Jahr?

Mein Ziel fürs neue Jahr ist es Menschen aufzubauen. Dazu zählen einerseits Mitarbeiter der Agentur aber nicht nur. Ich spiele mit dem Gedanken, Mentorin in einem Mentoringprogramm zu werden. Aber auch unter Freunden passiert es oft unbemerkt, dass man in eine Mentor-Mentee-Situation gerät. Das ist sehr spannend und ich möchte das gerne bewusster machen.