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Rückblick hier, Rückblick da, Rückblick wunderbar

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Das mag jetzt überraschend kommen, aber: Ich bin ja ein Fan von Reflexion und Rückblicken. Mir macht es gerade zu Spaß, in die Vergangenheit zu schauen und diese ins Verhältnis zu setzen. Ich hinterfrage mich fast täglich: Was ich hätte besser machen können oder was könnte ich noch verändern?

Deshalb dachte ich mir nach meinem dritten Jahresrückblick: Wie wäre es, wenn ich das einfach jeden Monat mache?

Um ehrlich zu sein, habe ich das schon ein paar Mal probiert. Zum Beispiel, als ich „Ein guter Plan“ für mich getestet habe. Dabei habe ich festgestellt, dass ich nicht jeden Tag und auch nicht jede Woche sagen kann, wofür ich dankbar bin oder was mich in den letzten 24 Stunden oder 7 Tagen glücklich gemacht hat.

Ich bin kein großer Fan von Achtsamkeit — vor allem nicht in diesem Ausmaß, den es in den letzten zwei Jahren angenommen hat. Gefühlt alles muss auf Achtsamkeit getrimmt werden. Das finde ich befremdlich und funktioniert für mich einfach nicht.

Aber ich möchte dennoch meine eigene Monatsreflexion starten. Bei dieser werde ich jeden Monat etwa 10 Fragen rückblickend beantworten. Es werden aber nicht immer dieselben Fragen sein. Dafür werde ich einen Pool anfertigen. Und jeder, der das liest, darf sich gerne daran beteiligen und mir weitere Fragen schicken!

Alle Fragen werde ich im Folgenden sammeln:

1. Wie zufrieden bist du?

2. Was hat dich diesen Monat glücklich gemacht?

3. Worauf bist du diesen Monat besonders stolz?

4. Welche Hürde hast du diesen Monat genommen?

5. Was ist dir besonders schwer gefallen?

6. Was möchtest du im nächsten Monat verbessern?

7. Welche Projekte möchtest du im nächsten Monat angehen?

8. Was hast du im Privaten erreicht?

9. Wie bewusst hast du im letzten Monat auf Entspannung geachtet?

10. Welcher Moment ist dir im Gedächtnis geblieben?

11. Was hat dich aufgeregt?

12. Was hat dir Spaß gemacht?

13. Worauf bist du nicht besonders stolz?

14. Welche Rolle musstest du diesen Monat übernehmen?

15. Wann warst du das letzte Mal so richtig ausgelassen?

16. Was hast du dir gegönnt?

17. Was hast du erreicht?

18. Wie bist du deinen beruflichen oder privaten Zielen nähergekommen?

19. Was hast du gelernt?

20. Woran bist du gescheitert?

21. Was möchtest du weitermachen?

22. Womit möchtest du aufhören?

23. Was oder wer hat dich inspiriert?

24. Was ist dir wichtig?

25. Was hast du vernachlässigt?

26. Was hast du erlebt?

27. Welches Buch hast du gelesen?

28. Was hat dich zum Lachen gebracht?

29. Worüber hast du besonders gegrübelt?

30. Welche Erkenntnisse hast du im letzten Monat umgesetzt?

31. Was war die größte Zeitverschwendung?

32. Was möchtest du im nächsten Monat wiederholen?

33. Was hast du verpasst?

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  1. Ein interessantes Experiment. Regelmäßige Selbstreflexion erfordert Disziplin. Noch schwieriger ist es die richtigen Konsequenzen aus den Erkenntnissen zu ziehen.

    Die Erkenntnis an sich kommt immer zu spät. Die Tragödie ist, dass die Erkenntnis daß vergangene nicht mehr ändern kann.

    Aber aus der Tragödie entspringt auch die Hoffnung. Die Hoffnung in Zukunft besser zu sein, es besser zu machen.

    Die richtigen Fragen wirst du mit der Zeit schon finden. Dazu bedarf es nur der Erkenntnis

    Bis dahin ein paar spontane, unvollkommene Vorschläge:

    -welches Buch hast du gelesen?
    -welche besonderen Orte hast du besucht?
    -was hat dich zum Lachen gebracht?
    -was darf auf keinen Fall wieder passieren?
    -worùber hast du besonders gegrübelt?
    -warum war das so?
    -hast du dich meinen Erkenntnissen entsprechend angepasst?
    -was war die größte Zeitverschwendung?

    Gute Nacht

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    • So negativ würde ich das gar nicht sehen. Ich sehe diese Reflexion eher als Chance. Natürlich zerbreche ich mir oft den Kopf darüber, wenn mir die besten und schlagfertigsten Ideen viel zu spät in den Kopf kommen. Allerdings besteht das Leben nicht aus einer Aneinanderreihung eimaliger Erlebnisse. Es gibt so viele Parallelen zwischen den unterschiedlichsten Situationen. Mit jedem Rückblick kann ich mich besser auf das nächste Mal vorbereiten.

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      • Puh, so negativ war das eigentlich auch gar nicht gemeint😅. Natürlich soll man sich den Kopf zerbrechen. Mit genügend Zeit fällt einem im nachhinein immer ein, was man hätte besser machen können. In spontanen Situationen (also immer dann, wenn es darauf ankommt) reagiert man nie perfekt. Jeder Mensch zerbricht sich hierüber im Nachhinein den Kopf. Das ist völlig natürlich.

        Wie auch immer. Wenn du das so durchziehst, wirst du im Laufe der Zeit sicherlich einige interessante Muster finden, an denen du anknüpfen kannst.

        Spannend ist es dann zu wissen, was du wie ändern willst und ob es im Rückblick funktioniert hat. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg!👍

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    • Bei der ersten Frage musste ich schon lachen. Ich kann dir sagen, meine Pesto-Spaghetti sind mir gestern wirklich großartig gelungen, das glaubst du gar nicht! Wenn du mal in der Gegend bist, musst du das einfach mal probieren! 👍
      Nein, Spaß bei Seite … die 1 wird nicht so erfolgversprechend, wie du denkst 😝

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